P. Rudolf (Georg) Höhn OFM * 21.05.1921 + 30.04.2007
P. Rudolf Höhn wurde am 21. Mai 1921 in Bad Dürkheim in der Rheinpfalz (Diözese Speyer) als Sohn des Gärtners Georg Höhn und
seiner Frau Katharina Ruf geboren.
Dort besuchte er ab dem 6. Lebensjahr zunächst die Grundschule. Mit 13
Jahren kam er im April 1934 ins Vorbereitungsseminar nach Dettelbach
und ein Jahr später ins Franziskanerseminar Antonianum nach Bamberg,
von wo aus er das Neue Gymnasium besuchte. Im Februar 1941 schloss
er dort mit dem Abitur erfolgreich ab.
Gleich danach wurde er einberufen und leistete fast fünf Jahre lang beim zweiten Weltkrieg
tapfer den Dienst bei der Wehrmacht fürs Vaterland.
Nach Beendigung des Krieges und seiner Heimkehr aus der Gefangenschaft bat er um
Aufnahme in den Franziskanerorden. Am 20. September 1945 wurde er in Dietfurt
eingekleidet. War er bis dahin unter dem Namen Fr. Anton geführt, so erhielt er nun den
Ordensnamen Rudolf zugeteilt und das Ordenskleid angezogen.
Nach dem Noviziat kam er wie alle Kleriker nach München St. Anna zum Studium an die
ordenseigene Hochschule. Dort legte er am 21. September 1949 in die Hände von Provinzial
Frans Sales Aschenauer seine feierliche Profess ab. Bischof Blasius Sigebald Kurz weihte ihn
am 25. Juli 1950 in München St. Anna zum Diakon und Michael Cardinal Faulhaber am 3.
Juli 1951 in München St. Gabriel zum Priester.
Gleich nach seinem erfolgreich beendeten Pastoralkurs wurde er am 25. August 1952 als
Missionar nach Bolivien entsandt, wo er im Vikariat Nuflo de Chávez treue Dienste leistete.
Zuerst lernte er in Concepción und S. Cruz ein Jahr lang das lateinamerikanische Spanisch
und die Gegebenheiten der dortigen Seelsorge besser kennen. Danach wurde er als Kaplan im
ersten Jahr (1953/54) in Yaguarú, im zweiten Jahr (1954/55) in Ascención de Guarayos und
im dritten Jahr (1955/56) in San Javier eingesetzt, bevor er nach einer kurzfristigen Aushilfe
in den Pfarreien Yaguarú, Urubichá und El Puente
Ab Februar 1957 baute er in S. Cruz die Pfarrei S. Antonio auf, wo er über 30 Jahre lang als
Pfarrer segensreich wirkte und mehrmals mit großem Engagement und Aufmerksamkeit das
Amt des Hausoberen ausübte. Auf seine Initiative hin wurden viele Kirchen, Ordenshäuser,
Landschulen, Armenspeisungen, Ambulanzen und Kliniken gebaut. Am 22. Juli 2004 wurde
ihm in S. Cruz de la Sierra dafür die Ehrenbürgerwürde verliehen.
Über 50 Jahre hat er die Pfarrei und den Konvent S. Antonio in S. Cruz entscheidend geprägt
und sich bis zuletzt für die Ärmsten der Armen dort eingesetzt. Trotz seiner zunehmenden
Sehschwäche war er bis zuletzt ein froher Mensch mit spürbarem inneren Frieden. Die letzten
Tage in Schwachheit und Krankheit ertrug er mit vorbildlicher Geduld und Hingabe und
bewies bis zum letzten Atemzug seine unerschütterliche Treue zu seiner Berufung als
Minderbruder.
Er starb am 30. April 2007 um 11.00 Uhr in S. Cruz und wurde dort am 1. Mai um 16.00 Uhr
bestattet.
Seine Verwandten laden herzlich ein zu einem Requiem am Mittwoch, den 9. Mai 2007 um
18.30 Uhr in Bad Dürkheim - Grethen.
|