Burkina Faso
P. Krystian Pieczka hat vom 30. November bis zum 30. Dezember seine Mitbrüder, die in Togo und Burkina Faso arbeiten, besucht. Die Mission in Burkina Faso, was in der Sprache Moore und Mozi - Land der rechtschaffender Menschen bedeutet, ist neu in der "Provinz des fleischgewordenen Wortes". Seit drei Jahren arbeitet dort P. Rafal Segiet und seit einem Jahr P. Robert Jurzysta. Burkina Faso liegt im Westen Afrikas. Das Territorium misst 274 000 km2 auf dem 11 870 000 Menschen wohnen. Sie zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. In dem Jahresbericht der UNO aus dem Jahr 2001, der für 162 Länder erstellt worden ist, belegt Burkina Faso den 159 Platz. Ca. 45% der Bevölkerung lebt an der Armutsgrenze. Das Jahreseinkommen beträgt 110,8 € pro Person. Dies resultiert aus der ständig wachsenden Zahl der Einwohner, schlechten Böden und der sehr ungünstigen Wetterlage. Es regnet nur zwischen Juni und September. Fast 80% der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, die 32% des Bruttosozialprodukts erzielt. Außer Viehzucht werden Sorgho, Hirse, Mais, Erdnüsse, Reis und Baumwolle kultiviert. Die Industrie ist sehr schwach entwickelt. Diese besteht aus nur zwei Zweigen: die Lebensmittelverarbeitung und der Textilindustrie. Burkina Faso besitzt sehr kleine Vorkommen von Kupfer, Mangan, Eisen und Gold. Auf der Suche nach Arbeit wandern jährlich einige Hunderttausende vorwiegend nach Ghana und an die Elfenbeinküste aus.
Die meisten Bewohner haben keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung. Es gibt nur einen Arzt auf 29 000 Bewohner.
Ein anderes grundlegende Problem ist die Schulbildung. Nur 42,7 % der Kinder besuchen die Grundschule. Die weiterführende Bildung genießen nur 11,8 % der Jugendlichen.
Die Kirche in Burkina Faso beteiligt sich ganz aktiv an sozialen Projekten, die das Leben im Land lebenswerter machen. Zu den wichtigsten Anliegen zählen:
- Schulbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene;
- Gesundheitsprävention - u.A. Aids - Aufklärung, natürliche Geburtenplanung, Hygiene, Impfungen und Krankenpflege;
- Landwirtschaftliche Schulungen, die bessere Nutzung der Felder propagiert.
Dank der Spenden konnte vor kurzem das Schulzentrum in Korsimoro fertig gestellt werden. In Kürze wird dort ein Speicher für ca. 80 Tonen Getreide gebaut. Bis jetzt sind rund 1/3 der nötigen Kosten zusammengekommen. Aus diesem Grund werden diesjährige Spenden aus der Fastenaktion diesem Projekt zugute kommen. Schon jetzt möchte ich mich für Ihre Gaben bedanken.
P. Krystian Pieczka OFM
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