English  Deutsch  Jêzyk polski    
Sie sind Licznik Benutzer.    

   Aktuelles
   Archiv
   Bildschirmschoner
   Missionszentrum
   Galerie
   Bildungsprogramm
   Missionsausstellung
   Gebetsmeinungen
   Adressen unserer
   Missionare
   Nuflo de Chavez
   o. Bonifacy Reimann
   Briefe
   Dokumente
   E-mail

Santa Cruz, 4. Advent - Weihnachten 2008  

Liebe Mitbrüder, Liebe Freunde!  

Uff, gut, dass wir endlich Sonntag haben. Eine kleine Unterbrechung in der Hetze der letzten Tage, die nicht enden wollte. So wird es aber noch bis Mittwochnachmittag sein, wo sich dann plötzlich alles beruhigen wird, die Glocken uns zur Christmette rufen werden, wo uns dann die frohe Botschaft von Jesu Geburt verkündet wird.  

Dass bald Weihnachten ist, spürt man auf Schritt und Tritt. Sogar unser Kloster verändert sich - überall stehen mit Einkäufen gefüllte Kisten, Pakete und Körbe. Jeder von uns versucht einen Teil der Spenden für weihnachtliche Geschenke für die Ärmsten zur Seite zu legen. Aber auch unsere Mitarbeiter und Ehrenamtlichen, die in den Büros, Gemeinden und anderen Einrichtungen tätig sind, bekommen eine kleine Aufmerksamkeit. Jede Kleinigkeit bereitet Freude und zaubert ein Lächeln in deren Gesichtern. Hiermit möchte ich mich für jegliche Unterstützung, die wir erhalten haben, aufs herzlichste bedanken. Die Gelder, die ich jetzt kurz vor Weihnachten bekommen habe, habe ich den Schwestern in Villa Paraiso und Puerto Rico zur Verfügung gestellt. Sie arbeiten auch in sehr abgelegenen kleinen und sehr armen Dörfern. Ich habe sie gebeten, auch dort etwas von der Weihnachtsfreude zu bringen.  

Aber nicht nur das hat unsere Umgebung verändert. Wie überall, tauchen auch bei uns langsam Krippen und Weihnachtsdekorationen auf.  

Auch in unserem Klostergarten haben wir eine Krippe stehen, die mit zwei beleuchteten Bäumchen geschmückt ist. In diesem Jahr verbringen zwei franziskanische Theologiestudenten den Advent in unserem Konvent. Dank ihrer neuen Ideen, Fantasie und Taten haben wir eine nicht überladene, aber stimmungsvolle Dekoration im Garten und Kloster. Vielleicht mache ich nach Heiligabend einige Fotos. Unsere zwei Hauskatzen sind noch immer leicht irritiert und nähern sich nur mit Vorsicht und Misstrauen der Krippe. Ob es in Bethlehem so ähnlich war? Für die äußere Stimmung ist also gesorgt - hoffentlich finden wir sie auch in unseren Häusern und Herzen. Dies wünsche ich Euch und mir.  

Auch hier in Santa Cruz sind die Läden, Märkte und Stände überfüllt mit, oft kitschigen, Dekorationsgegenständen aus China. Wer es sich leisten kann, kauft, was das Zeug hält. Nicht selten ohne die Symbolik zu verstehen - es ist halt Mode, so etwas zu besitzen. In den Vororten und Dörfern ist es noch anders. Nach Möglichkeit versucht jeder etwas Besseres zu Essen vorzubereiten. Gefeiert wird dann nach der Christmette mit lautem Feuerwerk, dass wir hier eher vom Silvester kennen.  

Hier, im Konvent, kann man sagen, gibt es kein Weihnachten. Am Heiligabend und am 1. Feiertag sind Alle in der sehr ausgedehnten Gemeinde unterwegs. Erst am Abend des 25.12. treffen wir uns in der Gemeinschaft zu einem Feiertags Recreo. Ich selber werde Heiligabend bei den Elisabethschwestern verbringen. Wie jedes Jahr werden sie ein traditionelles polnisches Menü zaubern. Vielleicht nicht mit einem Karpfen, aber einen leckeren Fisch wird es sicherlich geben. Was fehlen wird ist Schnee, das Knirschen des Frostes unter den Schuhen und der Tannenduft…  

Gewiss wird es auch Zeit zum Entspannen geben. Im Grunde haben wir nicht nur die Weihnachtszeit, sondern wir haben auch noch Sommer. Die Temperaturen erreichen 40°°C im Schatten. Die Schulen haben Ferien und viele Erwachsene nehmen in dieser Zeit den Jahresurlaub. Ich muss zwar etwas „Papierkram“ erledigen und muss mich dann um das Haus kümmern, aber das kann ich mir etwas entspannter aufteilen.  

In den letzten Tagen hatten wir nicht nur den üblichen Vorweihnachtsstress, sondern auch etwas Unruhe, die durch den Provinzkapitel und den damit verbundenen Veränderungen verursacht wurden. Immer ist es eine Zeit, die mit vielen Emotionen und Anspannungen verbunden ist. Heute wissen wir schon, wer die nächsten drei Jahre wo wohnen und arbeiten wird. Einige Wechsel werden auch im Konvent und im Vikariat stattfinden.  

Ich bin etwas entlastet worden und werde mich dann nur noch um die Angelegenheiten der Prokura kümmern und hoffe, dass ich dadurch mehr zur Disposition für unseren Bischof stehen kann. Also ich bleibe in Santa Cruz obwohl mit der Prokura werden wir in den kommenden 2-3 Monaten in ein anderes Gebäude umziehen. Aber darüber ein anderes Mal mehr.  

Hier noch einige Informationen für die, die uns näher kennen und/oder uns schon besucht haben:
P. Adalberto Mazur verlässt unseren Konvent und wird in Ascencion zum Pastor der Gemeinde und zum Guardian der dortigen Franziskanergemeinschaft.
P. Javier - Bolivianer - kehrt in seine Heimatregion Beni zurück, wo er als Pastor eingesetzt wird.
In die Gemeinschaft St. Antonio kommen drei bolivianischen Mitbrüder, die sich um die vielen Teile der Gemeinde kümmern werden.  

Veränderungen im Vikariat:
P. Bernardo Falkus aus Ascencion geht nach Concepcion, wo er die Domgemeinde als Pastor leiten wird. Unterstützt wird er von dem „neuen“ P. Kacper.
Der bisherige Pastor dieser Gemeinde, P. Jorge aus Bayern, geht nach Beni und wird dort eine Gemeinde führen.
Br. Marek bleibt in Concepcion und wird nach wie vor unseren Bischof bei seiner Arbeit unterstützen.
P. Stanislaw (Feilx) Skrzydlo verlässt das Vikariat und wird in St. Cruz im Konvent St. Antonio eingesetzt.
Br. Felix übernimmt die Rolle des Guardians für Alle, die zur Gemeinschaft El Fortin gehören.
P. Norberto (Marcin) Brylka wird in El Fortin und El Carmen den Posten des Pastors innehaben.
P. Cezar Domagala, der die letzten 3 Jahre in Cochabamba gearbeitet hat, wechselt nach San Javier, eine Jesuitenreduktion im Vikariat.
P. Zygmunt bleibt in Cochabamba.
So werden also der Januar und vielleicht noch der Februar etwas chaotisch sein. Es wird sicherlich etwas dauern, bis sich alles wieder normalisiert hat.
So, an Informationen ist es für heute alles.  

Jetzt möchte ich Allen friedvolle Weihnachten wünschen. Mögen diese Feiertage uns mit Hoffnung, die uns das neugeborene Kind bringt, füllen. Er gebühre uns auf unseren alltäglichen Wegen in dem kommenden Jahr 2009 seinen Schutz und Begleitung.  

Feiert gut… und denk bitte auch an mich.  

Tarcisio Josef Lamik ofm  





Missionsarbeit der Franziskaner aus der St. Hedwig-Provinz
konto: O¶rodek Pomocy Misjom Franciszkañskim Prowincji ¶w. Jadwigi: 06 1090 2239 0000 0005 7603 2774

Last modification: 24 December 2008
© 2006-2007 | Missionsarbeit der Franziskaner aus der St. Hedwig-Provinz | webmaster: Daniel Kubny -www.alfsoft.net