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Lieber Mitbrüder und Missionsfreunde!
Am Anfang möchte ich euch Alle recht herzlich Grüßen und mich für eure Gebete und eure Unterstützung bedanken.
Nach drei Monaten ist die Situation bei uns immer noch nicht so stabil, wie es zu erwarten wäre.
Zwar ist das Wasser in den letzten Tagen gut zurückgegangen, aber das Leben im Dorf ist leider noch nicht möglich. Viele Häuser sind komplett zerstört und die, die noch stehen, sind vom Wasser unterspült worden und die Wände scheinen in der Luft zu schweben. Wie es nach einer Überschwemmung so ist, ist alles mit schwerem Schlamm bedeckt und die Pflanzen darunter zum größten Teil verfault. Genaugenommen wissen die Bewohner aus El Fortin nicht, zu was sie zurückkehren sollen. Alle Lebensgrundlagen sind Ihnen genommen worden. Die Felder sind mit Schlamm bedeckt und können frühestens in drei Jahren wieder bewirtschaftet werden, das Vieh ist größtenteils ertrunken und die Häuser existieren nicht mehr. Es stellt sich die Frage, wie sie die nächsten Monate und Jahre überleben sollen. Man könnte über einen Neuanfang auf einer anderen Stelle nachdenken, aber auch dort müssen sie bei Null anfangen. Viele sagen, dass sie in El Fortin wenigsten eine Schule, ein Krankenhaus, die Kirche, das Gemeindehaus und vor allem noch eigenes Land haben, woanders wird es das nicht noch einmal geben.
So leben Sie nach wie vor in den Zelten, ab und an kommen sie nach El Fortin um zu schauen, was man schon machen kann, meistens stehen sie dann aber ratlos vor den Trümmern und kehren dann in das Zeltlager zurück. Gemeinsam mit Ihnen hoffe ich auf eine bessere Zukunft und glaube, dass sie irgendwann wieder in eigenen Häusern wohnen können und eigenständig ihren Lebensunterhalt verdienen können.
Noch einmal Danke für alles und schließt uns bitte mit in Eure Gebete ein.
Euer Br. Felix Skrzypacz
El Fortin - Bolivia
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